Kontraste
Stefan

Stefan

Teil 4: Über die Wunder, Legenden und Sehenswürdigkeiten Brügges

Wir sind so ziemlich untypisch. Finden wir jedenfalls, als wir gegen 9 Uhr vormittags so langsam in die Gänge kommen und gemütlich am Frühstückstisch sitzen, mit Lander, unserem Gastgeber, plaudern und verträumt aus dem Fenster schauen. Ja, denken wir, wir sind so ziemlich untypische Touristen und stehen nicht pünktlich in aller Früh auf der Matte – nur um dann „ermattet“ in den laaaaaaaaaaaangen Warteschlangen bei Brügges Sehenswürdigkeiten anzustehen. High Five! Da wissen wir allerdings noch nicht, dass wir zwei Stunden später einem Mann mit roten Jacket und hoch erhobenen roten Regenschirm nachlaufen. So wie typische Touristen halt. Nur ohne Socken in den Sandalen …

Aber zurück zum Anfang. Wir sind im Urlaub. Den wollen wir in vollen Zügen genießen Und da möchten wir nicht im Nachhinein Urlaub vom Urlaub benötigen. Ihr kennt das. Kleiner touristischer (jaja) Tipp am Rande: Sich bei Kurztrips in Städten wie Brügge einfach treiben lassen und sich evtl. einer Stadtführung anschließen – man sieht, hört und entdeckt viel mehr. Und kann später in seinem Blog so richtig gescheit daherreden.

Sehenswürdigkeiten mal anders: Ab ins Getümmel!

Ganz spontan schließen wir uns also einer Stadtführung an. Aber nicht irgendeiner, nene. Lander, unser Gastgeber (siehe Foto) ist zufällig als Tourguide tätig und kann uns gaaanz zufällig einen Tipp geben, welche Führungen sich wirklich lohnen. Und so landen wir um 11:30 Uhr gaaanz zufällig bei der „Legends of Bruges Free Walking Tour“ bei Lander und Freunden. Markenzeichen: ebenjener roter Regenschirm. Treffpunkt: der Marktplatz / Market Square (der definitiv auch zu den Sehenswürdigkeiten Brügges zählt).

Bei den Statuen von Jan Breydel und Pieter de Coninck geht’s los. Mit Geschichte, die so mitreißend und mit viel Wortwitz erzählt wird, dass man sich schon richtig auf die kommenden 2 Stunden freut. Zurück zum Thema: Jan und Pieter kann man ruhig als „DIE“ Hauptfiguren des flämischen Befreiungsschlages bezeichnen. Im Jahre 1302 litt die flämische Bevölkerung nämlich unter der Besetzung und Unterdrückung der Franzosen. Weil sich sonst niemand darum zu kümmern schien, nahmen der Metzger & der Weber die Sache in die Hand. Wie und warum die beiden als Helden und Patrioten in die Geschichte Belgiens eingingen und welcher Trick ihnen dazu verhalf, wird euch dann euer Tourguide erzählen.

Der uns übrigens im gleichen Atemzug mitteilt, dass wir am Ende der Führung Coupons für Gratis-Bier bekommen. Ihr habt es sicher schon bemerkt: Bier ist wichtig in Brügge. So wichtig wie das Amen in der Kirche.

„Legends of Bruges“ oder „Das Wunder von Brügge“

Wir lieben Legenden. Der Rest der Truppe offensichtlich auch. Lander weiß das. Mit inbrünstiger Erzählstimme berichtet er uns, vor der St. Salvator Kathedrale stehend, über das Wunder von Brügge. Einer alten Legende nach, wurde hier einst ein reicher Kaufmann tot aufgefunden. Mit ihm zusammen ein Weber. Nur eben quicklebendig. Man muss kein „Tatort“-Kenner sein, um zu wissen, dass der Mann daraufhin des Mordes bezichtigt- und zum Tode verurteilt wurde.

Leider war der Weber unschuldig und war einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Im Gefängnis verlor er beinahe die Hoffnung – bis er sich besann und zu Gott betete. Eines Nachts erschien ihm Maria im Traum, in einer Hand ein Tintenfass und in der anderen Hand Baby Jesus haltend. Jesus sprach wohl, er solle in seiner Zelle nach einem Brief suchen, der seine Unschuld bezeugen würde. Tatsächlich fand der Weber nach seinem Traum besagten Brief und übergab ihn, kurz vor der Vollstreckung seines Urteiles, dem Henker. Dieser erbleichte und ließ den armen Weber frei. Was nun in diesem Brief stand, blieb bis heute ungeklärt … Laut unserem Tourguide könne in diesem Brief wohl nur ein einziger Satz gestanden haben, nämlich: „WINTER IS COMING!“ (GoT Insider). 🙂 

All the Single Ladies

Wir hören noch einiges mehr über die sehr lebendige Geschichte, den Sehenswürdigkeiten Brügges und was sich in ihnen zugetragen hat. Lander erzählt uns interessante Dinge über den Ritterorden „Order of the Golden Fleece“, erfahren, wie das typische Bier „Brugse Zot“ zu seinem Namen kam (Zot = Fool). Schließlich stehen wir auch noch mitten im blühenden Beginenhof, der wohl maßgeblich zur Entstehung von Beyonces Hit „Single Ladies“ geführt haben soll …

Genug der vielen Worte – jetzt gibt’s Bilder!

Teile diesen Beitrag:

Lana
Julia

Teil 3: In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Bevor wir zum eigentlichen Beitrag kommen, hier ein kleiner „Lifehack“. Ein „Wie-schreibe-ich-etwas-richtig-obwohl-mein-Hausverstand-und-meine-innere-Autokorrektur-es-eigentlich-korrigieren-möchten“. Wir erinnern uns kurz zurück an unsere Schulzeit. (Nur GANZ KURZ. Ich möchte

Weiterlesen »

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen