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Julia

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Teil 5: Nostalgiemomente in Damme – Ein Ausflug ans andere Ende des Kanals

Während unserer Vorbereitungen für ein jeweiliges Reiseziel interessieren wir uns immer auch sehr für das Drumherum. Nicht nur den Touristenmagneten selbst, sondern auch für jene Orte & Landschaftsszenerien, die vielleicht etwas abgelegener oder in der Umgebung liegen. Manchmal lassen sich so kleine Natur- und Kulturschätze entdecken.

Eine Google-Suche nach „Sehenswertes rund um Brügge und Umgebung“ spuckte gleich mehrere Ergebnisse aus: an erster Stelle natürlich Brüssel, die Hauptstadt Belgiens und der Hauptsitz der Europäischen Union, mehrere Strände rundherum und … Damme. Damme war neu für uns, dieser Ort sagte uns nichts. Und dennoch, hat uns die Ortschaft, die nur einen Steinwurf von Brügge und der belgischen Küste entfernt liegt, sofort in ihren Bann gezogen.

Immer den Störchen hinterher

Wir haben uns von Lander, unseren Gastgeber, sagen lassen, dass Damme via zwei Optionen erreicht werden könne. Bei schönem Wetter empfehle sich eine Radtour, bei windigem und trübem Wetter sei der „Lamme Goedzak“, ein nostalgischer Schaufelraddampfer, die bessere Option.
Der nächste Tag war vor allem eines: trüb, windig, kalt. Dennoch machten wir uns zu Fuß auf dem Weg zur Anlegerstelle des Dampfers.

30 Minuten dauert die gemütliche und behäbige Fahrt über den Kanal, der links und rechts mit Bäumen und idyllischen Häuschen gesäumt ist. Dann taucht plötzlich eine Windmühle im Blickfeld auf – und scheint, dem trüben Wetter zum Trotz, besonders zu strahlen. Anlegen, Zeit auszusteigen und Damme zu erkunden! 

Vom Kanalufer aus schlendern wir erst zu der beeindruckenden Windmühle, entdecken lustige Schafe, Ponys und … Störche. S T Ö R C H E. Ich (Julia) musste tatsächlich erst nach Damme kommen, um Störche zum allerersten Mal zu sehen. Einmal könnt ihr raten, weeeeeeeeeeer sehr viele Fotos von den gefiederten Gesellen gemacht hat. 😉

"Lamme Goedzak" - mit dem nostalgischen Flussdampfer über den Kanal nach Damme
Die 150 Jahre alte "Schellemolen"-Windmühle

Zweihundertdrei Stufen nach oben: Erst die Arbeit …

Wie wir so durch Damme und seinen urigen Gassen schlendern, erreichen wir eine alte Kirche mit geschichtsträchtigen Gemäuern. Das verrät uns kein Reiseführer, sondern unser Auge. Eigentlich wollten wir sie uns nur genauer anschauen, als da plötzlich ein Mann mit weißem Haar vor uns steht, 2€ verlangt und uns über Treppen nach oben scheucht. Viel Spaß wünscht er uns und schon ist er wieder verschwunden. Naja, wenn wir schon mal da sind, warum auch nicht einen Turm mit engen Wendeltreppen, wackeligen Stufen und einer ausgewachsenen Höhenangst emporklettern?
No Risk, No Fun. Oder so.

10 Minuten später ist der anfängliche Adrenalinstoß vorüber und wir ächzen die abenteuerlichen Stufen empor. Der sogenannte „Onze Lieve Vrouwekerk“ ist 45 m hoch und gehört zur gotischen Liebfrauenkirche Dammes. Oben soll wohl eine großartige Aussicht warten, doch im Moment des Aufstiegs kreisen meine Gedanken eher um „Nichtnachuntenschauen nichtanspinnendenken einfachimmerweitergehen baldistfertig!!!“ Und so schaut es von oben aus …

… dann das Vergnügen: Ein Besuch bei Tante Marie

Sicherlich hat Damme noch viele weitere Bistros und Cafés zu bieten, doch nach den Klimmzügen im Turm war uns eher was nach Süßem, Warmen, Kalorienhaltigem. Und so entdecken wir die Patisserie Tante Marie. Hier gibt’s nicht nur Herzhaftes wie Suppen & Co., sondern eben auch hausgemachte Tarten, Torten, Kuchenstücke und Kekse. Wir bestellten Tee & Kakao und Kuchen und wurden angenehm überrascht. Also Tipp für euch: bei Tante Marie in Damme unbedingt einkehren!

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